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Das Geschehen in der Kinderstube der Brahmenauer Turmfalken kann rund um die Uhr live am Bildschirm verfolgt werden. |
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Brahmenauer
Turmfalken live im Internet
Dia-Vortrag
über Greifvögel und Liveübertragung auf
Großbildleinwand
Wirklich Spektakuläres und Einmaliges spielt
sich derzeit in der Gemeinde Brahmenau ab. Ganz speziell in der Kirche
Brahmenau-Groitschen. Denn dort hat die hiesige Interessengemeinschaft
der Kirche einen DSL-Anschluss verpasst, eine Internetseite ins Leben
gerufen und überträgt über diese Live und in
Farbe die Kinderstube
eines Turmfalkenpaares in die weite Welt hinaus. Jeder kann sich am
heimischen Computer in den Kirchturm einklicken und die Turmfalken bei
der Aufzucht ihrer fünf Jungen, bei deren Fütterung
und beim vielen Schlafen beobachten. Bilder, die einem sonst verborgen
bleiben und Bilder, die noch einen ganz besonderen Hintergrund haben:
Das nun speziell eine Turmfalkenfamilie beobachtet wird, ist
nämlich kein Zufall.
Vogel des Jahres 2007 als Botschafter
Der Turmfalke ist der Vogel des Jahres 2007. Was recht untypisch ist,
werden doch eigentlich seltene und bedrohte Vogelarten dazu erkoren.
Der Turmfalke ist aber die häufigste Greifvogelart der Welt -
weltweit ein bis zwei Millionen Brutpaare - in Deutschland wird er nur
noch vom Mäusebussard übertroffen. Die Botschaft, die
aber hinter dieser Wahl steht, soll den Menschen über die
Folgen von zunehmender Flächenversiegelung, Monotonisierung
und Urbanisierung aufmerksam machen. Ein Thema, welches seitens der
Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Kirche Brahmenau-Groitschen
sehr gut gelöst wird. Dort steht neben der Erhaltung des
Kirchgebäudes und dem kulturellen sowie gesellschaftlichen
Engagement auch der Naturschutz ganz vorne an. Mit der verliehenen
Plakette „Fledermausfreundlich“ hat sich dies auch
schon 2006 bewiesen. Zahlreiche Nistkästen und Zufluchtspunkte
für die verschiedensten Tiere, von Fledermaus bis hin zur
Schleiereule, bietet die Kirche von Brahmenau-Groitschen.
Kamerainstallation und DSL-Anschluss
Doch bevor es zu dieser besonderen Beobachtung kommen konnte, war
einiges an Organisationstalent gefragt, wie Frau Dr. Christiane
Schopplich, erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft,
verrät. Bereits im Februar wurde durch die Elektrofirma
Jürgen Matthes aus Schwaara eine Internetkamera montiert und
für den Fernzugriff eingerichtet. Durch die Telekom und dem
Engagement von Telekommitarbeiter Rolf Günzerodt und Kollegen
konnte dann im März der DSL-Anschluss für die Kirche
in Betrieb genommen werden. Nach dem das Turmfalkenpaar, dann lieber
den Schleiereulenkasten für die Brut vorzog wurde in riskanter
Aktion, eine zweite Kamera zur Beobachtung montiert. Denn zu diesem
Zeitpunkt lag bereits eines der fünf Eier. Diplom Ingenieur
Dirk Matthes sponserte schließlich noch eine Internetseite,
worüber die Beobachtung vereinfacht wird und wo auch
Schnappschüsse vom Turmfalkenpaar, ihren Eiern und dem
Schlüpfen noch einmal abgerufen werden können. Der
junge und engagierte Brahmenauer Johann Schopplich führt auf
der Internetseite auch ein Falkentagebuch. Besonderes Engagement und
Unterstützung erfuhr die Interessengemeinschaft auch durch das
Mauritianum, dem Naturkundlichen Museum Altenburg. Das Museum hat eine
Standleitung in den Kirchturm geschaltet und zeigt seinen Besuchern die
eindrucksvollen Bilder live in ihrer Ausstellung.
Diavortrag und Live-Übertragung am 1. Juni
Um allen Interessenten einen Blick in die Kinderstube zu
ermöglichen, wird am Freitag, dem 1. Juni, um 19 Uhr, in der
Kirche Brahmenau-Groitschen ein Diavortrag zum Thema „Unsere
Greifvögel“ stattfinden. Dann kann auch jeder
mittels Liveübertragung auf Großleinwand in den
Kirchturm und das Falkennest schauen.
www.kirche-brahmenau-groitschen.de
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