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Das Teichgebiet „Die
Drusen“ ist vor allem
Lebensraum für zahlreiche
Amphibien- und
Libellenarten (Foto: J. Kipping)
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Teichgebiet "Die
Drusen" bei Kostitz jetzt in NABU-Hand
Kauf durch unsere
Stiftung "Nationales Naturerbe
Beim
Surfen im Internet
entdeckte ein Mitglied unserer Kreisgruppe plötzlich eine
Ausschreibung der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG): Das
Flächennaturdenkmal Drusener Teiche bei Kostitz stand zum
Verkauf.
Die Drusen sind für uns als Naturschutzverein schon mehrfach
Gegenstand von Schutzbemühungen gewesen. Am intensivsten am
Anfang
der 1990er Jahre, als die Umgehungsstraße für
Kostitz das
Dorf von den Kiestransportern befreien sollte und dafür das
bis
dato vom Verkehr unbehelligte Tal der Drusen durchquert werden musste.
Die Kieswerke kamen mit ihrem Straßenbau-vorhaben,
unterstützt von den meisten Bürgern, durch, denn die
versprochenen Arbeitsplätze wogen schwer, und wir
Naturschützer nahmen in der Folge die Beobachterrolle ein. Zu
beobachten gab es vieles. Nicht nur die weniger förderliche
Entwicklung der Teiche selbst, mit hohem Fischbesatz und
späteren
Dammbrüchen, (die Naturschutzbehörde musste sogar in
einem
Gutachten klären lassen, ob der Schutzstatus noch
gerechtfertigt
ist!), sondern auch die Folgen der neuen Straße. An dieser
siedelte sich alsbald eine dubiose Kompostierungsfirma an, die, bis zu
ihrer Schließung durch die Umweltbehörden, stinkende
Klärschlämme ablagerte (von Kompostierung konnte
wahrlich
keine Rede sein) und mit dem Gestank das nahe gelegene Dorf verpestete.
Kiesabbau und Straßenausbau wurden in dieser Region immer
mehr
forciert, so dass sich bald eine Bürgerinitiative
gründete,
die lediglich Fuß- und Fahrradwege für die
Schulkinder
herausschlagen konnte. Ob es die vielen Arbeitsplätze
für die
Bevölkerung der betroffenen Region regnete, oder ob sich nur
einige wenige "Investoren" eine goldene Nase verdient haben,
mögen
doch bitte die Bürger selbst entscheiden.
Das Angebot der BVVG
im
Internet vor Augen, beschloss unsere Mitgliederversammlung im Februar,
dass der NABU unbedingt mit bieten solle. Und so reichte der Vorstand
ein relativ hohes Gebot ein, denn man wolle den Teichen
gegenüber
wieder gut machen, dass man vor über zehn Jahren die
Straße
und die Folgeerscheinungen nicht verhindern konnte. Der NABU bekam den
Zuschlag und Frau Rose von der BVVG äußerte bei der
Mitteilung des Zuschlages: "Wir sind froh, die Teiche in die
Hände
eines ortsansässigen Vereines geben zu können." Wir
versichern der BVVG hiermit, dass die Teiche bei uns in guten
Händen liegen. |
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